Rohkost

aROHma_Team_Rawger_Tanja

aROHmatisches Doppelpack: Wie aus kulinarischen Genüssen eine Geschäftsidee wurde

Wenn bei Tanja und Roger  in Berlin-Steglitz das Telefon klingelt und am anderen Ende der Leitung jemand ein komplettes Menu für eine Hochzeit bestellt, ist das kein Problem für das eingespielte aROHma-Duo. Sie haben Kapazitäten Buffets für bis zu 100 Personen auszurichten – nicht nur in Berlin, sondern deutschlandweit.

Dann wird geplant und kalkuliert, eingekauft und geschnippelt, zubereitet und pünktlich ausgeliefert. Seit 2010 betreiben Sie gemeinsam ihren rohveganen Catering-Service aROHma. Die beiden Berliner sind ein echtes Dreamteam. Nicht nur in der Küche als Crew, sondern auch als Pärchen im Leben. Vor 17 Jahren haben sich die zwei Gastronomen im Restaurant bei der Arbeit kennen und lieben gelernt.

Wie alles begann

Zur Rohkost fanden Tanja und Roger vor sechs Jahren. Davor lebten sie vegetarisch, mieden Zucker, tranken keinen Alkohol, kauften viel Bio und dachten sie würden sich super gesund ernähren. Sie wunderten sich, warum sie immer mehr an Gewicht zulegten.

Roger ließ das keine Ruhe und er begann nachzuforschen, womit das zusammenhängen könnte. Bald stieß er auf die Rohkosternährung und begann sich intensiv damit auseinander zu setzen. „Ich fand das, was in den Büchern stand so plausibel, dass es für mich eine logische Konsequenz war die Ernährung komplett umzustellen“, sagt Roger.

Er erklärte Tanja, dass es bei ihnen zu Hause von nun an nur noch Rohkost geben würde. „Im ersten Moment dachte ich, jetzt ist er total durchgeknallt, aber ich habe mitgemacht“, erinnert sich Tanja und lacht. „Wir haben einfach angefangen und schon nach wenigen Tagen purzelten die überschüssigen Pfunde“. Das hat überzeugt und beide sind bei der vitalen Nahrung geblieben. Auch Tanja vergrub sich in Klassiker der Rohkostliteratur und verschlang Bücher, wie Willst du gesund sein? Vergiß den Kochtopf!

Dass sie sich beide dazu entschlossen haben, war ein großer Vorteil: „Es ist sehr viel einfacher, wenn man als Paar an einem Strang zieht und diesen Weg gemeinsam geht. Wenn einer von uns normal weiter gegessen hätte, wäre es dem anderen viel schwerer gefallen zu widerstehen“, sagt Tanja und schmunzelt. „Gerade am Anfang sind da ja noch die Gelüste nach Pizza oder Nudeln, aber wenn man sich eine Weile roh ernährt, verschwinden das Bedürfnis nach Gekochtem irgendwann.“

Heute sind es andere Gelüste, die Tanja verspürt: „Ich habe immer wieder ein Lieblingsessen, das ich dann wochenlang esse, bis das nächste kommt. Ich hatte mal eine Phase, da habe ich nur Blumenkohl gegessen, den ganzen Tag, auch schon zum Frühstück. Später waren Champignons mit Basilikum tagelang der Renner und zur Pilzzeit gab es dann jeden Tag „Zucchinispaghetti mit Pfifferlingen in Mandelsauce.“

Tanja ist froh, sich für diesen Weg entschieden zu haben: „Man ist irgendwie fitter und wacher im Geist, ich habe keine Erkältungen und Kopfschmerzen mehr und Roger ist seine Neurodermitis an den Händen losgeworden. Das allerbeste an einer rohveganen Ernährung ist für mich aber, dass Massentierhaltung und damit verbundenes Leid verhindert wird.“ 

Die Entdeckung der Gourmet-Rohkost

In den ersten Tagen, nach der Umstellung flogen nach und nach die alten Speisen aus der Wohnung. Stattdessen standen Salate und Obst, Trockenfrüchte und Nüsse auf dem Speiseplan. Von kulinarischen Raffinessen wie Schokokuchen, Zucchini-Wrap, Burger oder Cashew-Currysoße wussten die beiden in ihrer Anfangszeit aber noch nichts. Gerichte wie diese endeckten sie ein halbes Jahr später auf der Rohkostmesse Rohvolution.

Tanja und Roger staunten nicht schlecht, als sie sahen, dass man sogar Torten und Schokolade aus Rohkost machen konnte. Eine Offenbarung, vor allem für Tanja, die gerne mal einen süßen Bissen auf der Zunge zergehen lässt. Von der Rohvo inspiriert, verbrachten sie viele Stunden in der Küche, experimentierten mit neuen Gourmet-Rezepten, kreierten eigene Gerichte und ließen ihrer Fantasie freien Lauf.

„Durch die Gourmet-Rohkost haben wir eine ganz neue Welt der Geschmackserlebnisse kennengelernt“, sagt Roger, der sein erlerntes Wissen als Koch gut für den Cateringservice nutzen kann, wenn es z.B. darum geht Zutaten zu kalkulieren. Heute haben Sie selber einen Stand auf der Rohvolution und verwöhnen die Geschmacksknospen der Besucher.

Zwei Welten prallen aufeinander

Tanja und Roger waren damals, als sie die Rohkost für sich entdeckten, in der Gastronomie tätig und arbeiteten in einem „normalen“ Restaurant. Roger schwang den Kochlöffel in der Küche, Tanja servierte die Speisen. Doch je länger sich die beiden mit Rohkost beschäftigten, umso größer wurden die Probleme auf der Arbeit. „Die beiden Lebenswelten haben sich überhaupt nicht miteinander vertragen.

Ich wußte gar nicht, was ich sagen sollte, wenn Gäste fragten, ob ich ihnen die Ente empfehlen könnte und welche Nudeln am besten dazu passen würden“, erinnert sich Tanja. Auch Rawger rang mit sich, wenn er in der Küche Fleisch zubereiten sollte. Da es so nicht weiter gehen konnte, beschlossen die beiden etwas zu verändern und einen Schlussstrich unter die herkömmliche Gastronomiearbeit zu ziehen. Sie kündigten ihre Jobs,  machten ihre neue Leidenschaft zum Beruf und gründeten vor zwei Jahren ihr rohveganes Cateringunternehmen aROHma.

Es war die richtige Entscheidung

Ihr Mut, einen Neuanfang zu wagen, zahlte sich aus, denn der Service wird super angenommen. Der Kundenstamm umfasst erfahrene Rohköstler aber auch neugierige Einsteiger, die die Speisen einfach einmal kennenlernen möchten. Auch für besondere Anlässe wie runde Geburtstage, Hochzeiten, Weihnachten oder Silvester gehen Bestellungen ein. Neben Rohkostbuffets und Dinnerevents bieten sie auch Zubereitungs-Workshops für Einsteiger und Fortgeschrittene und den beliebten Rohkosturlaub auf der Sonneninsel Mallorca an.

Außerdem sorgen die beiden sonntags in der Schivelbeiner Straße 34 in Berlin für den Vitalkostanteil auf dem Brunch-Buffet des Berliner Veganz. Auch Beratungen kann man über aROHma buchen. Tanja hat erfolgreich ihre Ernährungsberater-Ausbildung abgeschlossen und freut sich darauf, Interessierten weiter zu helfen.

Roger Falkenstein

rawfood(ät)arohma.de

030/54835039

 

Schreibe einen Kommentar